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Liebe Gramastettnerinnen und Gramastettner,
unsere Gemeinde lebt von einem guten Miteinander, von gegenseitiger Rücksichtnahme und vom Verständnis füreinander. Gerade in einer ländlichen Gemeinde wie Gramastetten treffen Erholungsraum, Wohnraum und Landwirtschaft täglich aufeinander.
In den vergangenen Tagen wurde viel über das Thema Hundekot und den respektvollen Umgang mit Wiesen, Feldern und fremden Grundstücken diskutiert. Wir nehmen diese Diskussion bewusst zum Anlass, auch ein anderes sensibles Thema anzusprechen – nämlich das Ausbringen von Gülle an Sonn- und Feiertagen oder an besonders schönen Wochenenden.
Viele Menschen genießen unsere schöne Natur, schätzen die schöne Landschaft und verbringen gerne Zeit beim Spazierengehen, Wandern oder Radfahren in Gramastetten. Gerade an schönen Wochenenden sitzt man gerne im Garten, genießt die Sonne, erholt sich oder verbringt gemütliche Stunden beim Grillen oder Kaffeetrinken mit Familie und Freunden. Dass unsere Gemeinde so gepflegt, lebenswert und landschaftlich schön ist, verdanken wir zu einem großen Teil unseren Landwirtinnen und Landwirten, die unsere Kulturlandschaft seit Generationen bewirtschaften und erhalten.
Gleichzeitig sind Wiesen, Felder und Wälder aber vor allem Arbeits- und Lebensgrundlage unserer bäuerlichen Familien. Dazu kommt, dass Siedlungen immer näher an landwirtschaftliche Flächen heranrücken und dadurch unterschiedliche Bedürfnisse oft unmittelbar aufeinandertreffen. Daher ersuchen wir alle Bürgerinnen und Bürger, Grundstücke, Wiesen und Wälder mit Respekt zu behandeln, Hinterlassenschaften von Tieren zu entfernen sowie auf markierten Wegen zu bleiben und landwirtschaftliche Flächen sauber zu halten.
Gleichzeitig lebt ein gutes Zusammenleben auch von gegenseitigem Verständnis. Deshalb wäre es auch schön, wenn beim Ausbringen von Gülle – soweit es möglich und mit den Arbeitsabläufen vereinbar ist – auch auf Sonn- und Feiertage sowie besonders stark genutzte Wochenenden Bedacht genommen wird.
Natürlich besteht großes Verständnis dafür, dass viele landwirtschaftliche Arbeiten wetterabhängig sind und oft kurzfristig erledigt werden müssen – besonders vor Regenperioden. Zudem ist Gülle ein wichtiger natürlicher Dünger, der die Felder mit wertvollen Nährstoffen versorgt, das Pflanzenwachstum unterstützt und dazu beiträgt, regionale Lebensmittel nachhaltig zu erzeugen. Viele unserer Landwirtinnen und Landwirte führen ihre Höfe zudem im Nebenerwerb und leisten neben ihrer regulären Arbeit auch an Wochenenden und Feiertagen einen enormen Einsatz, damit ihre Familien und Betriebe erhalten bleiben können.
Gerade deshalb möchten wir allen Bäuerinnen und Bauern herzlich Danke sagen. Mit ihrem täglichen Einsatz pflegen sie unsere Kulturlandschaft und tragen wesentlich dazu bei, dass Gramastetten eine so lebenswerte und schöne Gemeinde ist.
Wenn alle Seiten ein wenig Rücksicht und Verständnis füreinander zeigen, gelingt ein gutes Zusammenleben am besten.
Herzliche Grüße!
Harald KoglerVizebürgermeister
11.05.2026